Der Himmelsausschnitt zeigt das Sternbild Orion in süd-südöstlicher Richtung über dem Gebäude des Burggymnasiums um 21 Uhr MEZ am 25. Januar 1999. Der zunehmende   Mond (1. Viertel) befindet sich am rechten Bildrand im Sternbild Walfisch (Cetus) oberhalb des berühmten Sterns Mira (o Cet) , einem langperiodisch veränderlichen Stern, der einer ganzen Gruppe ähnlicher Sterne den Namen Mirasterne gegeben hat. 

Etwa genau durch die Gürtelsterne des Orion verläuft der sogenannte Himmelsäquator. Diese gedachte Kreislinie entsteht an der Himmelssphäre, wenn man die Äquqatorebene der Erde so ausgedehnt denkt, dass sie schließlich den Sternenhimmel schneidet. 

Mit 5H ist auf dem Bild die Meridianlinie (Südrichtung) erkannbar, sie verläuft zum dargestellten  Zeitpunkt etwas östlich des Sternbildes Orion. 5H , 5 Uhr, gibt damit gleichzeitig die aktuelle Sternzeit für 21 Uhr MEZ am 25.1. an.

 Sternfeld Cygnus - Lyra
aufgenommen am 7. Nov.99 23 Uhr MEZ
in Paola (CS) , Italien
mit Minolta XG2 auf Kodak Elite II 400 ASA
belichtet Blende 1.4 - 12 s - Normalobjektiv 50 mmm
Foto : Ludwig Reiffer
Das Sternbild Schwan (Cygnus) gehört zu den markanten Konstellationen des nördlichen Himmels,  als das "Kreuz des Nordens" ist es im Sommer und Herbst leicht auffindbar. Deneb (Alpha Cygni), der hellste Stern des Schwan , gehört auf Grund seiner enormen Leuchtkraft (absolut 10 000 heller als unsere Sonne)  mit mehr als 1000 Lichtjahren zu den am weitest entfernten Sternen, die für uns mit bloßem Auge sichtbar sind. Er findet sich am oberen Bildrand links.

 Unterhalb von Deneb erkennt man drei deutlich hellere Sterne, die man als Querbalken  eines lateinischen Kreuzes auffassen kann, das untere Ende des gedachten  Kreuzes liegt dann am unteren Bildrand etwas links der Mitte. Es handelt sich hierbei um den Stern Albireo (Beta Cygni), der sich bereits in kleinen Fernrohren als Doppelstern zeigt, die beiden Einzelsterne sind durch Gravitation aneinander gebunden, da sie sich in ihren Oberflächentemperaturen erheblich unterscheiden, sieht man sie getrennt in verschiedenen Farben, der eine orange und der andere weiß-bläulich. 


Der helle Stern am rechten Bildrand unten ist Wega (Alpha Lyrae), der hellste Stern im Sternbild Leier. Mit nur 28 Lichtjahren Entfernung gehört Wega zu den Sternen vor unserer kosmischen Haustür, sie leuchtet etwa 60 mal heller als die Sonne. Unmittelbar links oberhalb von Wega findet man mit Epsilon Lyrae ein weiteres Mehrfachsternsystem, das man mit bloßem Auge bereits in zwei Komponenten auflösen kann, während das Teleskop sogar ein Vierfachsystem erkennen lässt.

Sternfeld  Fische - Wassermann - Pegasus
mit Jupiter
aufgenommen am 7. Nov.99 23 Uhr MEZ
in Paola (CS) , Italien
mit Minolta XG2 auf Kodak Elite II 400 ASA
belichtet Blende 1.4 - 12 s - Normalobjektiv 50 mmm
Foto : Ludwig Reiffer
Das Bild rechts zeigt als hellstes Objekt in der linken unteren Ecke den Planeten Jupiter, der sich im Jahre 1998 durch das ansonsten wenig auffallende  Tierkreissternbild Wassermann bewegt hat, das sich von Jupiter aus nach rechts oben erstreckt. Die Sterne  in der linken oberen Bildecke gehören bereits zu den Fischen.

In dieses Sternbild wechselte Jupiter zu Beginn des Jahres 1999. Etwa 12 Jahre benötigt der  Riesenplanet für seinen Umlauf um die Sonne; sein Aufenthaltsort verschiebt sich daher von Jahr zu Jahr um ein Tierkreis-Sternbild . Als hellere Sterne im Wassermann lassen sich  etwas rechts unterhalb der Bildmitte die Sterne Eta, Zeta und Gamma Aquarii erkennen, die ein stumpfes Dreieck bilden. Der obere Stern, Zeta Aqu, ist im Teleskop als Doppelstern sichtbar.


Seine  beiden Komponenten entfernen sich dabei scheinbar, von 1,9''  im Jahre 1990 auf 2,5'' im Jahre 2010. Hellster Stern im Wassermann ist rechts von den eben genannten der mittlere Stern eines nach rechts geöffneten Dreiecks nahe am rechten Bildrand in mittlerer Höhe. Dieser Stern, Alpha Aquarii oder Sadalmelik, ist etwa 1000 Lichtjahre von uns entfernt. Die Sterne am oberen Bildrand gehören bereits zum Sterbild Pegasus.

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