Der Schatten zeigt die Uhrzeit
von etwa 10.30 Uhr.
An der Klostermühle findet man diese Sonnenuhr mit den Datumslinien
Der Schatten der Marke auf dem Gnomon bewegt sich zu Herbst-
und Frühlingsanfang auf der Geraden in der Mitte, bei Sommeranfang
auf der unteren Kurve, bei Winteranfang auf der oberen. Bei den Kurven handelt es sich um Hyperbeln, die sich als Schnitt eines gedachten
Sonnenstrahlenkegels
mit der Wandebene errechnen lassen.
Auf dem Ziffernblatt wirft der lange schattenerzeugende Stab
einen kurzen Schatten, der etwa in die Richtung 1 Uhr weist; die Schatten
spitze endet etwas unterhalb einer geraden Linie, auf der sich die
Schattenspitze zu Frühlingsanfang und zum Herbstanfang im Laufe eines Tages bewegt. Das Datum dieses Fotos muss folglich Ende März oder
um den 10. September liegen. Aus Gründen der Ferienordnung für
die Schulen in Nordrhein-Westfalen kommt nur der erste Termin in Betracht. Übrigens gilt Pater Coelestin Quintenz als der Erfinder der Dezimalwaage.
Für die totale Sonnenfinsternis über Süddeutschland
am 11.8.99 liegt
Gengenbach leider um 0,03° zu weit südlich. Man muss
demnach um mindestens 3 km Richtung Norden wandern, um diesen Höhepunkt
der Finsternis wenigstens kurz bestaunen zu können. Besser aber man
fährt nach Offenburg, wo die Dauer der Totalität mit 38
Sekunden angegeben wird. (noch besser Rastatt mit 2 min 15 s)
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Sonnenuhren in Gengenbach
Dort wo das Kinzigtal den Schwarzwald verlässt und wenig später
bei Offenburg die Rheinebene erreicht, liegt das ehemalige Reichsstädtchen
Gengenbach. In mehr als 1000 Jahren haben das Benediktiner- Kloster und
später die Stadt ein traumhaftes Ensemble architektonischer
Schönheit geschaffen, das jeden Besucher in seinen Bann zieht. Hier sollen nun die Sonnenuhren der Stadt vorgestellt werden, kleine
Mosaiksteinchen im Kunstwerk Gengenbach. Unten ein Blick auf das Obertor
oder Haigerachtor. Hier findet sich eine der Gengenbacher Sonnenuhren;
es handelt sich um eine vertikale Süduhr. Das Ziffernblatt weist
mit römischen Zahlzeichen eine Skala auf, die nicht vollkommen symmetrisch
zur Mittagslinie ist. Die Turmwand verläuft demnach nicht exakt in
Ost-West-Richtung. Der Schattenwerfer (Gnomon) bildet mit der senkrechten
Turmwand einen Winkel von 90° - geogr.Breite = 41,5°
Die dritte bedeutende Sonnenuhr findet man im Park beim Parkplatz
Schneckenmatt. Es handelt sich hierbei um eine Horizontaluhr, die zur gärtnerischen
Gestaltung dieser Ruhezone beiträgt. Wenn auch das Schild mit der
Angabe der geographischen Koor-
dinaten Gengenbachs inzwischen fehlt, macht doch das hübsche Ziffernblatt
dieser Uhr ihren besonderen Wert aus.
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